Sport ist grundsätzlich für alle Menschen wichtig. Für Menschen mit einem Lymph- oder Lipödem ist Sport besonders wichtig. Zu empfehlen sind Schwimmen, Walken, Wandern (in Maßen), strammes Spazierengehen und auch das Radfahren. Natürlich solltet ihr euch so viel wie möglich in Kompression bewegen. Wichtig ist auch, dass ihr euch eine Sportart aussucht, die euch Spaß macht. Es macht keinen Sinn, wenn ihr euch eine Stunde am Tag quält nur um sagen zu können „ich habe mich bewegt“.

Was ist beim Sport zu beachten?

Beim Schwimmen ist es eigentlich egal, welchen Stil ihr wählt. Denn das Schwimmen wirkt ähnlich wie ein Lymphdrainage. Der Wasserdruck regt das Lymphsystem an. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass die Wassertemperatur weder zu warm noch zu kalt ist. Hinsichtlich der kälteren Temperatur muss jeder für sich entscheiden, wie es sein soll, da jeder Mensch anders empfindet. Thermalbäder hingegen solltet ihr meiden, da hier die Wassertemperaturen oft hoch und somit für Lymphödem-Patienten zu hoch sind. Was ich selber nicht wußte und dennoch mit voller Begeisterung gemacht habe: das Nutzen von Massagedüsen in Schwimmbädern sind für die vom Ödem betroffenen Körperregionen nicht empfehlenswert.

Für das Wandern, Spazierengehen, Walken und Radfahren gibt es keine besonderen Empfehlungen. Hierzu solltet ihr regelmäßig eure Kompression tragen. Dies ist für Lymphödem- und auch Lipödem-Patienten unerlässlich, ein Muss! Durch die Kompression wird beim Sport der Druck auf das Lymphsystem verstärkt. Hinzu kommt, dass die Muskeln nach außen und die Kompression entgegen der Muskelpumpe wirken. Der Lymphfluss wird dadurch angeregt und in Schwung gebracht. Die Therapie der Ödemerkrankung wird positiv beeinflusst.

Seit einiger Zeit höre ich immer wieder, dass Sport in Kompression auf einem Trampolin sehr gut geeignet sei, um den Lymphfluss zu aktivieren. Darüber hinaus ist dies auch noch ein „sanfte“ Sportart. Sobald ich es ausprobiert habe, werde ich euch berichten.

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