Häufig werden Kompressionsstrümpfe mit Stützstrümpfen für die Venen verwechselt.

Die Kompressionsstrümpfe, die zur Behandlung eines Lymphödems/Lipödems verordnet werden, sind flachgestrickt. Die Stützstrümpfe, die bei Venenerkrankungen eingesetzt werden hingegen sind rundgestrickt.

Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe liegen fest an und geben somit einen entsprechenden Druck auf das mit Lymphflüssigkeit gefüllte Gewebe ab. Hierdurch werden die Lymphgefäße entlastet. Die Lymphflüssigkeit hat weniger die Möglichkeit, sich im Gewese festzusetzen. Hierdurch wiederum wird eine Schwellung der Beine verhindert.

Es gibt verschiedene Kompressionsklassen. Je stärker das Lymphödem, desto fester sollte – ja muss sogar – der Druck sein. Für die Kompression der Beine gibt es verschiedene Möglichkeiten der Bestrumpfung. Diese bestehen zum einen in der Kombination Kniestrümpfe und Caprihose oder Bermuda und Strümpfe, die bis zu Leiste reichen. Einige tragen eine Strumpfhose. Die Kombination Kniestrümpfe und Caprihose ist sehr zu empfehlen. Die Kniestrümpfe gibt es mit offener Zehenkappe der auch mit geschlossener Zehenkappe.

Für Patienten, die an einem Armlymphödem leiden gibt es „Armstrümpfe“. Zu den Armstrümpfen ist es häufig sinnvoll, auch Handschuhe zu tragen. Diese werden in de Fall getragen, wenn isch durch die Armstrümpe ein Stau der Flüssigkeit in der Hand bildet. Durch die Handschuhe – die Fingerkuppen sind offen – wird der Rücktransport gewährleistet.

Die Kompression muss verordnet und von der gesetzlichen Krankenkasse genehmigt werden. Hierbei ist zu beachten, dass Patienten alle sechs Monate Anspruch auf eine neue Versorgung haben. In den meisten Fällen ist es so, daa bei der Erstverordnung aus hygienischen Gründen eine zweite Kompression zum Wechseln verordnet wird. Dies deshalb, weil ihr die Kompression jeden Tag wechseln und waschen solltet.

 

© 2020 by Lip und Lymph

Werbung